© Kadmy - Fotolia.comUnser rationales Verständnis der „Gesundheit“ ist vom derzeitig praktizierten Ansatz her damit genauso eingeschränkt und engstirnig, wie z.B. die „Bildung“ unserer Kinder.

Im aktuell verbreiteten Regelschulsystem erziehen wir unsere Kinder aus dem Ansatz heraus, wir müssten ihnen etwas beibringen. So stopfen wir ihnen meist recht sinnloses Wissen hinein, an statt zu erkennen, dass jedes Kind bereits alles in sich trägt, und lediglich ein kreatives, freies und liebevolles begleitendes Umfeld benötigt, die im Kind bereits inne wohnenden Fähigkeiten im Außen zur Geltung zu bringen. So führt unsere rational orientierte Bildung eher zur Verbildung oder sogar zur Verblindung. Damit degenerieren wir unsere Kinder zu gut funktionierenden Marktteilnehmern, die ohne selbständigem Denken und ohne der Kompetenz Dinge zu Hinterfragen das tun, was alle vormachen. Diese Verbildung führen wir so konsequent durch, dass man dahinter schon fast eine Absicht vermuten könnte.

Auch in unserem heutigen, im Westen verbreiteten Verständnis von Gesundheit gilt unsere Aufmerksamkeit noch immer fast ausschließlich dem zumindest im Mikroskop sichtbarem. So scheint ein Rezept mehr wert zu sein, als ein verständnisvolles, einfühlsames Gespräch, ein hochmodernes bildhaftes Verfahren mehr Aufschluss zu geben, als das subjektive Gefühl des Patienten. Zudem sieht der Facharzt nur mehr seinen Fachbereich, und übersieht nicht nur, dass es sich um einen ganzen Körper handelt, sondern auch um einen holistischen Menschen geht.

Dieser hat zwar auch einen grobstofflichen Körper, ist aber in erster Linie ein beseeltes geistiges Wesen, welches eben nicht nur aus seinem physischen Körper besteht, sondern aus kaum zählbaren relativ komplex erscheinenden fein- und grobstofflichen Systemen aufgebaut ist, die alle miteinander in fortlaufender Wechselwirkung stehen. Und wir unterschätzen – weil wir den Mechanismus noch nicht verstehen - damit auch den Einfluss jener Einflussbereiche, mit welchen der holistische Mensch ebenfalls in einer Einheit lebt – seiner Familie und seinem unmittelbarem Umfeld und den morphogenetischen Feldern, mit denen er verbunden ist.

Damit degradieren wir dieses komplexe und perfekt abgestimmte Gesamtsystem Mensch lediglich auf den materiellen Anteil, der aus dem Atommodell heraus bekanntlich aus 99,9% „nichts“ besteht.  So verlaufen wir uns in Virendiskussionen und Vorsorgeuntersuchungen, welche allesamt auf dieses alte Weltbild und unsere Ängste bauen oder unsere Ängste weiter schüren, und versuchen Symptome unsichtbar zu machen, oder notfalls per Eingriff zu entfernen. Damit seien die Errungenschaften und Leistungen der Schulmedizin gerade im chirurgischen und im Notfallmedizinischen Bereich nicht in irgendeiner Weise geschmälert. Im holistischen Gesamtblick erscheinen nur manche materialistisch, dogmatischen Ansätze völlig in die falsche Richtung zu entgleisen. Die Ergebnisse, die dieses Denken hervorbringt, sollten uns endlich animieren, Einiges zu hinterfragen.